Feuerbeschau - ein Zwischenbericht

07.09.2009 00:00

Feuerbeschau - ein Zwischenbericht

Von den insgesamt 370 Hirschbacher Objekten wurden im Zeitraum 2006 bis 2009 bereits rund 320 Gebäude (86%) überprüft. Dabei galt oberste Priorität den Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Landwirtschaften. Nunmehr werden seit ca. einem Jahr auch alle Einfamilienhäuser begutachtet.

Vereinzelt ruft die Feuerbeschau bei Betroffenen oft Unverständnis oder Verunsicherung hervor – wozu soll so was gut sein, muss das sein? Der zuständige Rauchfangkehrermeister kommt ohnehin alle zwei Jahre im Zuge der Feuerstättenüberprüfung ins Haus!

In der heutigen Zeit, mit all der Technik und dem Fortschritt erachten wir es als selbstverständlich, dass die für uns „ach so wichtigen" Gebrauchsgegenstände wie Auto, Handy, Kaffeemaschine etc. funktionieren, und wir überlegen selten, warum wir das Auto einmal jährlich zur Überprüfung in die Werkstätte stellen. Aber überlegen wir uns jemals, ob unser Feuerlöscher funktionstüchtig ist? Ob Wärmegeräte richtig aufgestellt sind, ein Heimrauchmelder installiert ist, ob Lackdosen, Flüssiggas für den Griller, Heizmaterial, der Benzinkanister für den Rasenmäher richtig gelagert sind? Ob die Blitzschutzanlage funktioniert?

Aus der bei weitem noch nicht vollständigen Aufzählungen an möglichen Gefahrenquellen im Haushalt sieht man, dass es für den Laien heutzutage praktisch nicht mehr möglich ist, den Überblick über notwendige Sicherheitsmaßnahmen und Sicherheitsüberprüfungen zu bewahren, um sich und seine Umwelt vor Schäden zu Schützen. Aus diesem Grund wurde das Feuerpolizeigesetz ins Leben gerufen, das unter anderem auch die so genannte Feuerbeschau regelt.

Während die sogenannte Feuerstättenüberprüfung des Rauchfangkehrermeisters lediglich die Feuerstätten (Öfen und Kamine) begutachtet, nimmt die Feuerbeschau das gesamte Gebäude in Augenschein.

Betrachtet man die Brandschadenstatistik der letzten Jahre, so muss man feststellen, dass die häufigsten Brandfälle im zivilen Bereich, also in den privaten Haushalten passieren. Im privaten Haushalt treten naturgemäß eine Reihe von Zündquellen und Brandlasten auf, über deren Existenz sich der Laie nur begrenzt oder überhaupt nicht im Klaren ist. Dazu kommt noch, dass es durch rechtliche Erleichterungen in der Bauordnung zB. nach Fertigstellung des Eigenheimes keine Kollaudierungen mehr gibt sondern der Bauherr mit einer einfachen Anzeige bestätigt, dass Alles den gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften entspricht.

Hier stellt die Feuerbeschau, die für den Bürger übrigens gratis ist, eine unbezahlbare Sicherheitsleistung dar.

Am Häufigsten aufgetretene Mängel:

 

- fehlende oder nicht ausreichende Anzahl an Feuerlöscher

- nicht überprüfte Feuerlöscher

 

- fehlende Brandabschnitte (zB Brandschutztüren, mangelhafte Brandmauern etc.)

 

- unsachgemäße Diesellagerungen (Achtung auf Brand- und Wasserschutz!)

 

- Lagerraum- und Anlagenmängel bei älteren Hackgutfeuerungsanlagen

 

- Flüssiggaslagerungen in Garagen (Griller etc.)

 

- Mängel bei Leuchten in Lager- und Bergeräumen

 

- fehlende Blitzschutzanlagenüberprüfung

 

- mangelhafte Elektroinstallationen und veraltete Schutzschalter

 

- uvm.

07.09.2009 00:00